Ursula Gundlach
Geschichten vom Franz
Ein typografisches Lesebüchlein

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Das im Jahr 2003 im Eigenverlag erschienene Künstlerbuch geht auf eine Lose-Blatt-Samm­lung typografisch gestalteter Seiten zurück, die die Autorin in den Jahren 1997/98 als Beleg­arbeit im Abendakademie-Kurs „Angewandte Gestaltung“ der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig anfertigte. Die Aufgabenstellung, Geschichten über eine erdachte Person mit typografischen Mitteln zu „erzählen“, d. h. deren Eigenschaften, Verhaltensweisen und Handlungen über die der Schrift als illustrativem Element innewohnenden Gestaltungsmög­lichkeiten darzustellen, erwies sich als äußerst anspruchsvoll, galt es doch, für die zu beschreibenden Situationen immer wieder neue „Bilder“ zu finden. Der Autorin gelang es mit ihren grafisch gestalteten Blättern, das Vorschulkind „Franz“ zu kreieren und es durch klar formulierte Aussagen und klar umgesetzte „Typo-Grafiken“ vorstellbar zu machen. Auf Em­pfehlung der Lehrkräfte o. g. Bildungseinrichtung entschloss sich die Autorin, die Erzäh­lungen über „Franz“ zu einem Büchlein zusammenzufassen und zu veröffentlichen.
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In einer leicht überarbeiteten und erweiterten Fassung wurden die „Geschichten vom Franz“ schließlich im Herbst 2003 in einer Auflage von 200 Exemplaren heraus­gebracht: Auf 40 Seiten im A5-Format, deren „strenger“ Schwarz-Weiß-Kontrast immer wieder durch ein leuchtendes Orange „aufgebrochen“ wird, ist nun nachzulesen und nach­zuerleben, wie „Franz“ sich auf den Weg ins Leben begibt, welche „Hürden“ er dabei zu nehmen hat und welche Wunschvorstellungen, aber auch Sorgen ihn begleiten. Obwohl die Alltagserlebnisse des Buchhelden vermeintlich schnell erzählt sind, animiert die Lektüre nicht zum raschen Durchblättern, flüchtigen Anschauen und dann Zur-Seite-Legen, sondern eher zum Innehalten, Verweilen und Immer-wieder-in-die-Hand-Nehmen – weil es etwas zu ent­decken gibt.
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Durch das Spielen mit Buchstaben und Texten, deren Anordnung im Raum und deren Verknüpfung mit einfachsten grafischen Gestaltungsmitteln sowie durch den scheinbar leicht­händigen Umgang mit Schrift und Geschriebenem erreicht die Autorin, dass sich das Krea­tive, Schöpferische und Lustvolle typografischer Bilder auf den Lesenden bzw. Schauenden überträgt und ihn dazu bringt, Altbekanntes neu zu sehen und ihm einen anderen Stellenwert zu geben. Das Büchlein fordert zum Beobachten, Vergleichen, Nachdenken und Eigene-Bilder-Finden heraus.
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Für jeden, der sich an Bildender Kunst im Allgemeinen und Typografie im Besonderen erfreuen kann, ist das Büchlein vom „Franz“ eine Fundgrube. Es hilft, einen (neuen) Zugang zur Schrift und deren Gestaltungsmöglichkeiten zu finden, mit Zeichen und Symbolen zu experimentieren und einfache Lösungen für scheinbar komplizierte Sachverhalte auszu­machen. Aber auch all jenen, die sich um Heranwachsende und deren Sicht auf die Dinge bemühen – Eltern, Pädagogen, Psychologen, Mediziner, Ausbilder –, seien die „Geschichten vom Franz“ ans Herz gelegt.
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Geschichten vom Franz. Ein typografisches Lesebüchlein
40 Seiten, Format 14,5 x 21 cm, Festeinband
Mit 34 Abbildungen
ISBN 3-00-012009-2
                  Eigenverlag Ursula Gundlach
                  Herloßsohnstraße 24   •   04155 Leipzig
                  Tel.: 0341/5900351 - Fax: 0341/5900353
                  eMail: U.Gundlach@t-online.de
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Das Büchlein kann für 21,50 € über den Buchhandel oder für 18,00 € über den Verlag erworben werden und wird Ihnen kostenfrei zugeschickt.
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